Oh nein nicht schon wieder diese Vorsätze...

Geht euch das auch auf den Geist? Immer diese Menschen, welche meinen, dass der Jahreswechsel etwas magisches hat. Anders kann ich mir nicht erklären, warum es soviele Menschen gibt, die sich fürs neue Jahr immer neue gute Vorsätze vornehmen. Beliebt sind Themen wie Gesundheit - ab 1.1. wird nicht mehr geraucht. Spätestens am 2.1. wird eingeschränkt - ok, es wird weniger geraucht. War ja auch ein bißchen viel vorgenommen mit „gar nicht mehr“. Tja, am 5.1. befindet man sich wieder auf Vorjahresniveau und haben den Vorsatz „vergessen“. Doch warum ist das so? Wieso sind wir zum Jahresende so sicher, dass die Magie des Jahreswechsels uns befähigt diese auch in die Tat umzusetzen? Es ist der Zauber des Neubeginns. Neues Jahr, neues Glück. Die Uhren sind auf Null gestellt, also kann auch völlig neu begonnen werden. Diesmal ist alles anders.


Leider sind allgemein formulierte „Gute-Vorsätze“ häufig zum Scheitern verurteilt.


Meines Erachtens liegt es genau zwei Gründen:


  1. Der Vorsatz ist nicht in eine grundsätzliche Vision eingebettet und hat deswegen keine Zugkraft. Er löst keine Motivation aus.

  2. Die Vorsätze sind zu ungenau und unspezifisch.


Wenn ihr wirklich im neuen Jahr etwas verändern wollt, macht euch zunächst Gedanken wieso ihr etwas verändern wollt. Was ist der Sinn - eure Vision dahinter? Im Beispiel „Aufhören mit rauchen“ könnte der wahre Grund der Wunsch nach langem Leben, einmal einen Marathon zu Laufen, das Geld für einen Lebenstraum z.B. eine lange Reise sparen etc. Ihr braucht einen SINN dahinter, welcher für euch wirklich wichtig ist. Das führt zu Motivation und schließlich auch zu Durchhaltevermögen.


Wenn ihr diesen gefunden habt z.B. über die Methode 5xWARUM (Warum ist mir das wichtig? - ich möchte lange Leben, warum möchte ich lange Leben? - ich möchte meine Kinder aufwachsen sehen und lange für sie Dasein. Warum möchte ich... etc.) müsst ihr euer WARUM in ein Ziel packen, welches möglichst konkret ist.





„Im ersten Monat reduziere ich meinen Zigarettenkonsum auf 5 Zigaretten pro Tag.“ Nehmt euch etwas vor, dass eine Herausforderung, aber dennoch erreichbar ist. Damit haltet ihr eure Motivation oben. Wenn ihr nach einem Monat durchgehalten habt, schafft ihr auch die nächste Etappe „Im zweiten Monat reduziere ich meinen Zigarettenkonsum auf 3 Zigaretten am Tag und fange das Laufen an“. Oder so ähnlich. Ein Veränderungsprozess braucht eine Weile. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Überlegt wie lange ihr die bisherigen Gewohnheiten ausgeübt habt. Da dauert es einfach eine Weile, bis ihr neue Gewohnheiten etabliert habt. Seit nicht zu streng mit euch und nehmt euch nicht zuviel vor. Fünf solcher Ziele sind völlig ausreichend


Ich setze mein Jahr zusätzlich unter ein bestimmtes Motto: Letztes Jahr war es Mut! Mutig zu sein neue Wege zu gehen, einfach machen, ausprobieren, Vorleben und Vorbild sein. Dieses Jahr ist es „Aufräumen“. Nicht weil es Zeit ist bei mir zuhause aufzuräumen, sondern weil es an der Zeit ist neue Wege zu gehen und mit Altem abzuschließen. Mutig bin ich ja jetzt 😉


In diesem Sinne viel Erfolg beim Fokussieren und Planen.


Eure Angela Altenbeck



20 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

DAS NEUE LAND